Name: Ayk

Rasse: Labrador-Podenco-Dobermann-Mischling

Alter: geb. 13.9.2016

Geschlecht: Rüde, kastriert

Größe / Gewicht: ca. 65 cm, 33 kg

Video unter: mittelhessen.de

Mai 2019: Nachdem Ayk im April anfing, sich stark zu verändern (wackeliger Gang, Zusammensacken und auch (positive) Wesensänderungen, haben wir ihn gründlich durchchecken lassen. Die normalen Untersuchungen waren erfolglos, aber das MRT in der Tierklinik Hofheim brachte ein Ergebnis: Ayk hat entweder eine (vererbte) Deformation des Schädels oder auch eine alte Fraktur (ggf. aus der Welpenzeit). Dadurch kann das Hirnwasser nicht richtig abfließen und hat sich angesammelt. Es drückt auf das Gehirn und sorgt für die Probleme beim Laufen und die Kooperationsprobleme.

Die Hofheimer Ärzte haben uns nach längerer Beratung mitgeteilt, dass eine OP nicht erfolgversprechend ist und ihn nur noch mehr belastet. Für ihn gibt es nur noch eine Palliativ-Behandlung oder das direkte Einschläfern. Helfen können wir ihm nicht mehr. Er bekommt natürlich Medikamente, die ihm Erleichterung verschaffen, aber niemand kann sagen, wie lange es noch gut gehen wird. Leider weiß auch niemand genau, ob und wie stark er Kopfschmerzen hat. Er zeigt keine Schmerzsymptome, läuft im Tierheim frei auf dem Hof, damit er in dieser Zeit wenigstens Leute um sich hat, denn alleine ist er nicht so gerne. Er ist sehr lieb zu den vertrauten Personen, genießt jeden Moment mit seinen Menschen, spielt auch noch gerne. Niemand kann eine Prognose abgeben, wie lange sein Leben noch lebenswert ist und wieviel Zeit ihm noch bleibt.

Wir wünschen ihm so sehr, dass er seine letzte Zeit nicht im Tierheim verbringen muss. Er mag seine vertrauten Menschen so sehr, aber im Tierheim ist nicht so viel Zeit für ihn wie in einer eigenen Familie. Daher würden wir uns sehr freuen, wenn er nochmal eine (hundeerfahrene) Familien/Person findet, die er richtig lieben kann. Es wäre toll, wenn er in seinem vermutlich kurzen Leben noch etwas Gutes erfahren darf. Gesucht wird eine Pflegestelle, die Kosten für Medikamente für die medizinische Versorgung übernehmen wir.

 

 

Februar: Annie ist vermittelt, Ayk sitzt nun alleine. Er braucht dringend Beschäftigung und Training. Das Problem ist, dass er einerseits sehr unsicher ist und anfangs fremde Leute massiv verbellt (mit eingekniffener Rute), andererseits aber dringend Grenzen gesetzt bekommen muss, da er sonst aufdreht und Leute auch massiv anspringt, was die Kleidung nicht unbedingt überlebt. Wen er respektiert, kann problemlos mit ihm umgehen. So ist er z.B. beim Tierarzt absolut problemlos und lieb.
Ist jemand in seinen Augen "schwach", dreht er richtig auf. Personen mit Erfahrung und "natürlicher Autorität" haben damit kein Problem, Ayk lässt sich problemlos von ihnen wieder "einnorden". Er muss dringend raus aus dem Tierheim zu erfahrenen Hundemenschen, damit er endlich lernen kann, wie sich ein Hund benehmen sollte. Hunde wie er haben in einem Tierheim keine Chance auf Besserung, denn es fehlt einfach die Zeit, sich entsprechend mit ihm zu beschäftigen. Er ist ein junger temperamentvoller Rüde im besten Alter, er braucht körperliche und geistige Auslastung und in seinem Fall auch einen "menschlichen Fels in der Brandung", an dem er sich orientieren kann. Sonst geht er im wahrsten Sinne des Wortes "vor die Hunde".

Januar: Da Aron mittlerweile in seinem neuen Zuhause ist, ist Ayk nun mit Annie zusammen, die beiden mögen sich sehr. Aber Ayk wird im Tierheim immer unruhiger, der Stress ist nichts für so einen sensiblen und unsicheren Hund, der gleichzeitig seinen Platz im Leben sucht. Er ist ein Notfall, braucht ganz dringend ein eigenes Zuhause bei ruhigen, hundeerfahrenen Menschen, die ihm Sicherheit und ein stabiles Umfeld geben können. Er dankt es mit großer Anhänglichkeit und Lerneifer. Ayk fängt mittlerweile an, Grenzen auszutesten, typisch für sein Alter. Er springt hoch, bedrängt etc. Er lässt sich aber problemlos stoppen, wenn man ihm seine Grenzen deutlich macht. Annie ist auch Meister darin, er kuscht vor ihr, sowie sie ihn in die Schranken weist.

1.12.: Hier lebt Ayk mittlerweile tagsüber mit dem jungen Pitbull-Rüden Aron zusammen, die beiden verstehen sich prima und toben stundenlang miteinander. Nachts trennen wir sie, aber nur, weil Aron auch nachts spielen will und Ayk nicht zur Ruhe kommt. Ansonsten ist Ayk hier mit fast allen Hunden freundlich. Er hat jetzt einen tollen regelmäßigen Gassiegänger, der täglich lange mit ihm läuft und ihm auch schon beigebracht hat, dass Jogger, Fahrradfahrer etc. harmlos sind und man keine Angst vor ihnen haben muss. Er läuft auch schon viel besser an der Leine.

Der bildschöne Rüde Ayk wurde schweren Herzens abgegeben, weil er sich nicht mehr mit seinem Vater verstanden hat, der im gleichen Haushalt lebt. Es kam zu ernsthaften Beißereien.

Sein Vater ist ein Labrador/Podenco-Mix, die Mutter eine braune Dobermannhündin.

Ayk ist sehr unsicher. Er verbellt Fremde schon mal heftig mit gesträubtem Fell, ist aber jederzeit auf der Hut um wegzulaufen. Lieber geht er Menschen aus dem Weg wenn es der Platz zulässt.

Seine Familie liebt er sehr, kuschelt und schmust gerne, ist superlieb mit Kinder (ist mit einem Säugling großgeworden). Er benimmt sich gut in der Wohnung, ist natürlich stubenrein, liegt gerne auf dem Sofa und kuschelt sich in seine Leute. Er randaliert, wenn er alleine bleiben muss. Am Alleine-Bleiben muss in jedem Fall noch geübt werden. Im Auslauf buddelt er sich unterm Zaun durch, um wieder bei seinen Bezugspersonen zu sein. Er bindet sich stark und schnell an seine Familie.

Ayk braucht Leute, die ihm Sicherheit geben und viel Zeit für ihn haben. Er ist kein Anfängerhund. Er sollte eher Einzelhund sein, ggf. geht eine nette Hündin in der Familie. Er kennt die Kommandos "Sitz" und "Platz", man muss aber konsequent sein, er ignoriert sie sonst auch. An der Leine geht er nicht sehr gut, das muss unbedingt noch geübt werden. Denn Kraft hat er! In den richtigen, konsequenten aber liebevollen, Händen ist er ein Traumhund, der sich sehr eng an seine Bezugsperson anschließt. Ayk ist sehr sportlich.

Ayk zeigt sich im Tierheim als verträglich mit anderen Hunden, auch mit Rüden. Mit dem kleine Pitbull-Rüden Aron spielt er besonders gern, die beiden haben richtig viel Spaß miteinander.